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Mit dem 90 Jahre alten Oldtimer einmal um die ganze Welt

Familie Zapp aus Argentinien auf Zwischenstopp in Mauern...

„Das Geheimnis, einen Traum zu leben, ist ihn zu beginnen“ – ihren Traum begonnen haben Herman und Candelaria Zapp vor 16 Jahren, das Ehepaar aus Argentinien erfüllte sich seinen Traum vom Reisen. Mittlerweile haben sie alle Kontinente bereist, und das mit einem Oldtimer, einem blauen Graham Paige, Baujahr 1928. Inzwischen sind vier Kinder, die auf drei Kontinenten zur Welt kamen, mit ‚on Board‘ und dürfen mit ihren Eltern die Faszination einer außergewöhnlichen Weltreise erleben.

Im Juni 2016 waren die Zapps bei Familie Blättel in Mauern zu Gast – die Verbindung wurde im Jahr 2002 von Helene Blättels Schwester an einer Tankstelle in Kanada geknüpft. Die Offenheit und Lebensfreude von Candelaria und Herman Zapp springt schon nach wenigen Sekunden auf andere Menschen über – begeistert erzählen die beiden von ihren Reisen auf der ganzen Welt. Über 300.000 Kilometer sind sie nun schon mit ihrem Graham Paige unterwegs. Manchmal fordert der fast 90-jährige Oldtimer dann eine Auszeit, so wie nun auch in Mauern. Im Autohaus Schrafstetter konnte jedoch schnell geholfen werden: Der verrostete Wasserdeckel am Motorblock wurde bei der Firma Halbinger in Schwarzersdorf innerhalb von kurzer Zeit angefertigt und schließlich im Autohaus montiert.

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Auch eine defekte Felge, die Räder noch mit Original-Holzspeichen, wurde repariert. Natürlich drängten sich an der Tankstelle und Werkstatt die Kunden um den umgebauten Oldtimer aus Argentinien. Wohnzimmer, Schlafraum und sogar eine Kochgelegenheit können mit wenigen Handgriffen aufgebaut werden. Jeder freie Platz wird als Stauraum genutzt, denn bei einer sechsköpfigen Familie fällt schon etwas Reisegepäck an. In der Vorratskiste im Heck des Wagens sind neben Lebensmitteln verschiedene Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise auch ein Gaskocher verstaut. Mit Freude zeigt Candelaria Zapp, wie aus dieser Kiste eine Arbeitsfläche entsteht.

Erste Reise ging nach Alaska

Die erste Reise der Zapps führte von Argentinien durch Süd- und Mittelamerika, über die USA und Kanada nach Alaska. Nach einer kurzen Pause in der Heimat ging es erneut auf große Fahrt – zu zweit sind sie gestartet und nun sind sie mit ihren vier Kindern unterwegs. Der 14-jährige Pampa wurde in North Carolina in den USA geboren, Tehue, elf Jahre, wurde als einziger der vier Zapp-Kinder in Argentinien geboren, die achtjährige Paloma kam in Kanada zur Welt und Wallaby, sieben Jahre, wurde in Australien geboren. Natürlich müssen die vier auch die Schulbank drücken: via „Home-School“ erhält Candelaria Zapp die nötigen Unterlagen und unterrichtet ihren Nachwuchs täglich vier bis sechs Stunden. Alle zwei Monate müssen die Schüler eine Prüfung ablegen. Das schönste am Unterricht sei natürlich, dass die Kinder vieles „live“ erleben, und Herman Zapp ist überzeugt, dass „Learning by doing“ in ihrem Fall bestens zutreffe.

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Familie Zapp aus Argentinien in dem 90 Jahre alten Oldtimer.               (Foto: Katharina Baumeister)

Begeistert erzählt er von wunderschönen gemeinsamem Erlebnissen und Eindrücken, und die Augen scheinen noch besser zu leuchten, als sich die Zapps an den Besuch der Pyramiden oder an die Fahrt durch Tibet erinnern. Teilen wollen die Eltern „die wundervolle Welt, in der wir leben“ mit ihren Kindern, die vielen prägenden Erlebnisse werden sie sicherlich ein Leben lang begleiten. In den vergangenen drei Jahren reisten die Zapps durch Afrika und erreichten schließlich über Ägypten, Jordanien, Israel und die Türkei die Balkanstaaten. Auf ihrem Weg durch Deutschland wollen sie Nürnberg, Frankfurt, Köln, Hamburg und Berlin besuchen. Über Schweden und Norwegen geht es zum Nordkap und schließlich nach St. Petersburg.

Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h

2016 – im letzten Jahr ihrer Weltreise – haben die Zapps nun diese Europatour geplant. Dass sie dafür viel Zeit brauchen, versteht sich, denn es werden nur Landstraßen befahren – bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde ist mit ihrem Wagen eine Fahrt auf Autobahnen nicht zugelassen. Aber das wollen die Zapps ohnehin nicht, denn für sie hat das intensive Erleben von Natur, Land und Leuten oberste Priorität. Für die 46-jährige Arzthelferin und den 48-jährigen IT-Experten sind die letzten 16 Jahre die beste Zeit in ihrem Leben gewesen. „Vorher hatten wir ein Leben für die Arbeit – nun haben wir ein Leben, wie es uns das Herz sagt.“

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Um die Reise zu finanzieren, haben sie unter dem Titel „Spark your Dream“ ein sehr lesenswertes Buch geschrieben. „Eine echte Geschichte, wo Träume in Erfüllung gehen und wir uns selber finden“, so wird auch im Untertitel der Inhalt beschrieben. Selbst wenn der Stauraum im Oldtimer knapp ist, Bücher von der Reise sind immer zu haben, und das ist für die Zapps auch wichtig, mit dem Buchverkauf wird nämlich der Traum vom Reisen durch die fünf Kontinente zum Großteil finanziert. Weitere Bücher sind bereits in Planung. Im Internet unter www.sparkyourdream.net gibt es Informationen von den einzelnen Stationen der ungewöhnlichen Weltreise der Familie Zapp.

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Quelle: Katharina Baumeister (Moosburger Zeitung)

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